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Jugend

Pubertät: Wie wir in Verbindung bleiben, wenn Türen zuknallen

Nicole Mustermann1 Min. Lesezeit

Rückzug, Widerspruch, Stimmungsschwankungen – warum Abgrenzung gesund ist und Beziehung trotzdem trägt.

Die Pubertät ist eine der intensivsten Umbauphasen im menschlichen Leben. Das Gehirn organisiert sich neu, der Körper verändert sich, die Frage „Wer bin ich eigentlich?" wird drängend. Kein Wunder, dass es dabei manchmal laut wird.

Abgrenzung ist Entwicklung

Wenn Jugendliche sich zurückziehen oder Regeln infrage stellen, ist das nicht in erster Linie ein Angriff. Es ist ein notwendiger Schritt in Richtung Eigenständigkeit. Die Aufgabe von Eltern verschiebt sich: vom Steuern hin zum Begleiten.

Drei Haltungen, die Verbindung schützen

  1. Interesse statt Verhör. Fragen Sie nach der Lieblingsserie, dem Spiel, der Musik – nicht nur nach Noten und Hausaufgaben.
  2. Verfügbar sein, ohne zu drängen. Viele wichtige Gespräche entstehen nebenbei: im Auto, beim Kochen, spät am Abend.
  3. Klare Grenzen, warm vermittelt. Jugendliche brauchen Orientierung. Grenzen wirken am besten, wenn sie erklärt und nicht als Machtdemonstration erlebt werden.

Wann genauer hinschauen?

Anhaltender sozialer Rückzug, Leistungseinbruch, selbstverletzendes Verhalten oder Äußerungen von Hoffnungslosigkeit sind Signale, die ernst genommen werden sollten. Hier lohnt sich ein frühzeitiges Gespräch mit einer Fachperson.

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